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Kindertageseinrichtungen

Foto: Kinder im Kuerbisfeld
Foto: DRK Celle

Seit 1874, als in Flensburg der erste Rotkreuz-Kindergarten des Vaterländischen Frauenvereins - damals "Haltekinder-Beaufsichtigung" genannt - eröffnet wurde, unterstützt und betreut das Rote Kreuz Kinder. Kindertageseinrichtungen (Kitas) für Kinder sind sozialpädagogische Einrichtungen, in denen Kinder für einen Teil des Tages oder ganztags regelmäßig betreut werden.

Kinder brauchen Kitas als Lern- und Erfahrungsraum, die Eltern profitieren davon. Abgesehen von der Entlastung, die Ihnen die bedarfsgerechte Betreuung und lebensnahe Erziehung und Bildung Ihrer Kinder bringt, können Sie Kontakte zu anderen Eltern knüpfen. Die Kitas des DRKs sind generationsübergreifende Lebens- und Kommunikationsorte.

Der pädagogische Auftrag in der Kita

Sozialpädagogische Erkenntnisse, die den Grundsätzen des DRK verpflichtet sind, bestimmen die Zielsetzung und Ausgestaltung der pädagogischen Arbeit in den DRK-Kindertagesstätten. Angesichts wechselvoller, teilweise gegensätzlicher Perioden in der Kindergartenpädagogik muss eine ausgewogene und verlässliche Kontinuität angestrebt werden. Neue pädagogische Strömungen dürfen dabei nicht außer acht gelassen, müssen aber kritisch beobachtet und auf ihre Langzeitwirkung hin befragt werden, bevor sie in die DRK-Arbeit mit Kindern einfließen.

Pädagogische Ziele

Tageseinrichtungen für Kinder haben einen familienergänzenden eigenständigen Bildungs- und Erziehungsauftrag. Sie bieten einen erweiterten Erfahrungsraum für Kinder, der ihnen Möglichkeiten zur Entdeckung neuer Spiel- und Lernräume bereitstellt und ihnen langfristige Kontakte zu anderen Kindern ermöglicht. Sie fördern die ganzheitliche Entwicklung des Kindes im Hinblick auf die Ausformung seiner Sachkompetenz in ihrer Wechselwirkung.

Sachkompetenz zielt auf das Verhalten des Kindes zu seiner gegenständlichen und natürlichen Umwelt unter dem Aspekt der Handlungsfähigkeit und beinhaltet die Bereitschaft und Fähigkeit des Kindes, sich realitäts- und sachangemessen zu verhalten.

Personale (Ich-) und soziale Kompetenz bedeuten das Verhältnis des Kindes zu sich selbst und zu seiner sozialen Umwelt unter dem Aspekt der eigenen Handlungsfähigkeit. Sie bezeichnen die Bereitschaft und Fähigkeit des Kindes, seine eigenen und die Bedürfnisse, Wünsche, Interessen und Erwartungen anderer wahrzunehmen und neben eigener Befriedigung im Verhalten zu anderen angemessen zu berücksichtigen.

Die Entwicklung dieser Kompetenzen soll dem Kind die Möglichkeit geben, seine dringliche und soziale Umwelt kennen zu lernen, Zusammenhänge zu durch-schauen und zu begreifen. Es soll lernen, entsprechende Kenntnisse anzuwenden, um sich zunehmend in seinem Leben zurechtzufinden und es selbstverantwortlich zu gestalten.

Die Tageseinrichtungen sollen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass das Kind schrittweise im Zusammenwirken mit der sozialen Umwelt eine differenzierte und erweiterte Bereitschaft zur Kommunikation entwickelt. Sie sollen deshalb dem Kind die Möglichkeit bieten, vielfältige Kontakte anzuknüpfen, dabei unterschiedliche Verhaltensweisen, Situationen und Probleme zu erleben, seine eigene Rolle innerhalb der Gruppe zu erfahren und den anderen Menschen zu akzeptieren.

Tageseinrichtungen sollen das Selbstvertrauen des Kindes stärken, Eigeninitiative und Lernfreude fördern, seine Freude am Entdecken und Experimentieren wecken und unterstützen. Gemeinsam mit den Eltern sollen sie die Voraussetzung dazu schaffen, dass das Kind sein Selbstwertgefühl weiter entwickelt und stabilisiert.
Das schließt für das Kind die Möglichkeit ein, Elementarerfahrungen zu sammeln, die über seinen bisherigen Erfahrungshorizont hinausgehen.                                                                    

Der situationsorientierte Ansatz

Unter den derzeitig praktizierten methodischen Richtungen in der Kindergarten-pädagogik bietet sich zur Verwirklichung unserer Grundwerte und der formulierten pädagogischen Ziele der situationsorientierte Ansatz an. Den pädagogischen Fachkräften der Einrichtungen fällt in diesem Zusammenhang die Aufgabe zu, ausgehend von ihren Beobachtungen und Schlussfolgerungen, dass - was die Kinder an Fragen, Problemen und Informationen einbringen - aufzugreifen, mit den Kindern aktuelle Situationen zu verarbeiten und die darin enthaltenen Lernmöglichkeiten und Erfahrungsräume zu erschließen.

Die Ziel- und Inhaltsfindung dieser sozialpädagogischen Arbeit im Kindergarten erfolgt aus der Alltagspraxis und ist lebensnahes Lernen in und aus alltäglichen Situationen. Aus diesem Konzept erwächst eine Gesamtkonzeption für die Tageseinrichtung, die wiederum in Einzelpläne mündet.

Es ist also eine konkrete Planung erforderlich, die jedoch nicht als starres Prinzip missverstanden will, sondern Handlungsräume eröffnet.

Von seinem Anspruch her bedeutet der situationsorientierte Ansatz ein ganz-heitliches Lernen in Zusammenhängen, bei dem alle Dimensionen des Wahr-nehmens und Erlebens (kognitiv, sinnlich, körperlich, psychisch-emotional, individuell und sozial) und des Ausdrucks (sprachlich, motorisch, musisch und kreativ) einbezogen sind, bei dem Kinder freiwillig und selbst- oder auch fremd-motiviert ohne Leistungsdruck und -kontrolle sich initiierend und mitgestaltend einbringen können.  

Auszug aus den Rahmenrichtlinien für Kindertageseinrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes.  

Kleiner Junge beim Musikmachen
Foto: A. Zelck / DRK

Das Kind in seiner Lebenssituation steht im Mittelpunkt. Mädchen und Jungen werden als eigenständige Persönlichkeiten geachtet. Sie haben alle gleichen Anspruch auf Bildung, Erziehung und Betreuung ohne Ansehen der Nationalität, der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion, ihres Geschlechts, der sozialen Stellung und ihrer speziellen körperlichen, seelischen und geistigen Bedingungen. Als pädagogische Grundhaltung ergeben sich daraus Akzeptanz und Wertschätzung. Unsere Pädagogik wendet sich gegen Intoleranz, Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit. Wir stehen ein für Integration und Zusammenleben in gegenseitiger Anerkennung. Den Müttern und Vätern bieten wir eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit und Mitwirkung. Besondere Aufmerksamkeit richten wir auf Mädchen und Jungen, die von der Gesellschaft ausgegrenzt bzw. benachteiligt werden. Gemeinsam mit allen Beteiligten setzen wir uns für die Verbesserung der Lebenssituation von Kindern ein. Auf der Grundlage der UN-Kinderrechtskonvention verstehen wir uns als Anwalt der Kinder.