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Gesellschaft für Jugendhilfe des DRK-Kreisverbands Celle gemeinnützige GmbH

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Sozialpädagogische Familienhilfe

"Hilfe zur Selbsthilfe."

Durch die intensive Beratung und Begleitung der Familie werden Lösungen von Alltagsproblemen und Konfliktbewältigung erarbeitet.  

Was sind Familienhilfen?

Die sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) ist eine vergleichsweise neue Form der erzieherischen Hilfe für Kinder und Jugendliche. Sie ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und soll Familien durch Betreuung und Begleitung helfen, ihre Alltagsprobleme, Konflikte und Krisen zu meistern und den Kontakt mit Ämtern und Einrichtungen erleichtern. Sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche erhalten dadurch eine Chance, solange wie vertretbar in der Herkunftsfamilie zu bleiben.

Die Sozialpädagogische Familienhilfe (§ 31 SGB VIII / KJHG) gehört zu den Hilfen zur Erziehung (§ 27 SGB VIII). Voraussetzung für die Gewährung von Sozialpädagogischer Familienhilfe (SPFH) ist ein Antrag der Eltern und die Aufstellung eines Hilfeplans (§ 36 SGB VIII), in dem die Probleme und die Lösungsschritte einschließlich gemeinsamer Ziele und Überprüfungszeiträume festgelegt werden. Indikation für die intensive Hilfe sind Familien, in denen eine Multiproblematik vorliegt (emotionale, soziale und ökonomische Probleme).

Schwerpunkte der SPFH sind:

  • die Stärkung der Erziehungsfähigkeit der Eltern
  • die Klärung und Verbesserung der familiären Beziehungen
  • Unterstützung und Beratung bei der wirtschaftlichen und organisatorischen Haushaltsführung
  • intensive Einzelarbeit mit Kindern und Jugendlichen
  • Gruppenarbeit mit der Familie
  • Förderung der Verselbstständigung der Familie sowie Förderung der Außenkontakte
Foto: M. Eram / DRK

Beispiel: Erziehungsberatung

Der 14 Jahre alte Emanuel kommt abends oft erst gegen Mitternacht nach Hause. Er schwänzt häufig die Schule und hängt mit Freunden herum. Seine Eltern wissen nicht, was bei der Erziehung falsch läuft und was sie tun können.

Wenden Sie sich gern an uns. Wir bieten Ihnen Hilfe in allen allgemeinen Fragen der Erziehung und Entwicklung. Wir erleichtern den Eltern oder anderen Sorgeberechtigten die Erziehung durch fachlichen Rat. Die Erziehungsberatung steht nicht nur den Eltern offen, sondern auch den Jugendlichen, die selbst den Weg zum Jugenamt finden. Die Beratung ist selbstverständlich vertraulich; unsere Beraterinnen und Berater unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht.

Jede Beratung muss die jeweilige Lebenssituation der Familie berücksichtigen, damit Hilfe möglich wird. Unsere Mitarbeiter nehmen sich verständnisvoll Ihren individuellen Problemen an. Das Beratungsangebot bietet z.B. Hilfe bei:

  • allgemeinen Erziehungsfragen
  • Problemen zwischen Kindern und Eltern bei Trennungen und Scheidungen
  • Verhaltens- und Entwicklungsstörungen sowie Lernschwierigkeiten 

Unsere Beraterinnen und Berater bieten Ihnen eine erstklassige Betreuung. Den Hilfesuchenden kann außerdem eine sogenannte therapeutische Intervention angeboten werden.  

Die Erziehungshilfe bietet auch vorbeugende (präventive) Arbeit. Sie hilft Eltern oder andernen Bezugspersonen, frühzeitig die Entwicklungsprobleme ihrer Kinder zu erkennen und zu korrigieren.

 

Beispiel: Hilfe für Familien in Krisensituationen

Jana streitet sich ständig mit ihrer Mutter. Die 15-Jährige hält sich an keine Regeln. Sie will mit ihrem Freund zusammenziehen. Ihre Mutter ist strikt dagegen. Die beiden reden kaum noch miteinander. Manchmal schlägt Jana ihre Mutter. Diese wendet sich in der Not an das Jugendamt. Eine Fachkraft klärt die Situation vor Ort ab und entwickelt einen Plan, um die Krise zu entschärfen.

Befinden sich Familien in einer Krise oder drohen sie gar auseinander zu brechen, helfen sogenannte Kriseninterventions-Programme. Mit solchen Programmen sollen Krisen so schnell wie möglich entschärft werden.

Unsere Fachkräfte finden zunächst heraus, wo die Probleme in der Familie liegen ("Clearing"). Das hilft auch der Familie zu verstehen, wie es zu der Krise kommen konnte. In einem zweiten Schritt können die Fachkräfte und die Familie gemeinsam Lösungen entwickeln und die Ziele für die Hilfe festlegen.

Die Dienste unser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kriseninterventions-Programme stehen 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche zur Verfügung. Ist die akute Krisensituation abgewendet und die Krisenintervention beendet (in der Regel nach sechs Wochen) besteht für die Familie selbstverständlich die Möglichkeit durch einer andere Hilfeform weiter betreut und begleitet zu werden.