· Pressemitteilung

Deutsch-Lettisches Jugendrotkreuz-Forum in Hermannsburg

Foto: DRK KV Celle e.V.
Foto: DRK KV Celle e.V.
Foto: DRK KV Celle e.V.

Gegenseitiges Kennenlernen verschiedener Kulturen

„Wie halte ich mich mental stabil?“ Eine Frage, die für alle Generationen relevant ist, speziell seit der Corona-Pandemie jedoch vorrangig jüngere Menschen umtreibt. So bildete sie auch das Motto einer deutsch-lettischen Jugendbegegnung in diesem Sommer in Hermannsburg. Zehn junge Letten waren Anfang August eine Woche lang zu Gast beim Celler Jugendrotkreuz, das als festen Standort für das Forum ein Haus des evangelischen Bildungszentrums ausgewählt hatte.

Seit dem Jahr 2002 besteht zwischen dem DRK-Kreisverband Celle e.V. und dem Partnerkreisverband „Kurzeme (Kurland)“ des lettischen Roten Kreuzes ein regelmäßiger Austausch, der auch die beiden Jugendrotkreuz-Verbände einschließt. „Kurzeme“ hat seinen Sitz in Talsi, einer Stadt mit rund 8.600 Einwohnern im westlichen Lettland in der Region Kurland.

Auf dem Programm der Celler Gastgeber für ihre lettischen Freunde standen die Besichtigung der Celler Altstadt, der Hochseilgarten in Schneverdingen, regelmäßige Aufenthalte im Hermannsburger Schwimmbad sowie ein Besuch der Celler DRK-Rettungswache in der 77er Straße. Der Garten und die Räumlichkeiten des Hauses in Hermannsburg bildeten den Ort für die Umsetzung des Mottos „Mentale Gesundheit“ in Form von Gesprächen, Reflektionen und Videodrehs. Zum Abschlussabend luden die Jugendrotkreuzler Vertreter des Präsidiums und des Vorstands ein und stellten die Ergebnisse des Forums vor. 

„Ein besonderer Schwerpunkt unseres Youth Camps ist das gegenseitige Kennenlernen verschiedener Kulturen“, hatten die Leiter des Celler Jugendrotkreuzes, Leon Maahs und Sam Fischer, angekündigt. Anschaulich wurde dieser Vorsatz auf der Abschlussveranstaltung durch landestypischen Chor-Gesang der lettischen Gäste sowie die Präsentation lettischer Symbole und ihrer Bedeutung. „Lettisch ist eine der ältesten Sprachen in Europa“, erläutert die Gruppe. Entsprechend gehören die Letten zu den ersten Indo-Europäischen Stämmen. Symbole sind Teil der Mythologie und Folklore, sie bilden die Abschnitte der wechselvollen lettischen Geschichte ab und zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie bis heute in den Alltag integriert sind. Man trägt die geometrischen Formen mit ornamentalen Variationen als Schmuck am Handgelenk oder auf dem Ringfinger und findet sie in Mustern auf Textilien.

Die Gäste aus Lettland nehmen viele Eindrücke mit nach Hause, die Gastgeber zeigen sich sehr zufrieden mit dem Jugendcamp: „Connection is fun!“, resümieren sie und verweisen auf das kommende Jahr, in dem das 25-jährige Jubiläum der deutsch-lettischen Rotkreuz-Partnerschaft begangen wird.