· Pressemitteilung

DRK-Erzieherinnen bilden sich zu Integrationsfachkräften weiter

Foto: A. Schlicht, DRK KV Celle
Foto: A. Schlicht, DRK KV Celle

„Es war ein exklusives Projekt“

Alle Anspannung ist von den 14 DRK-Erzieherinnen und einem Erzieher sowie Kita-Leiterinnen abgefallen. Anderthalb Jahre berufsbegleitende Weiterbildung liegen hinter ihnen. Heute haben sie ihre schriftlichen Hausarbeiten erfolgreich „verteidigt“ und erhalten ihr Zertifikat „Integrative Erziehung und Bildung in integrativen Tageseinrichtungen für Kinder im Kontext inklusiver Bildungsprozesse“ ausgehändigt. Trägerin der Maßnahme war die Celler Volkshochschule, und so übergeben und gratulieren deren Beauftragte für Pädagogik und Gesundheit Stefanie Lau sowie die Vorständin des DRK-Kreisverbandes Ketija Talberga. 

„Ich bin voller Respekt, meine Anerkennung für den Beruf der Erzieherin, des Erziehers ist im Laufe dieser Weiterbildung, die mir Einblick gewährt hat, sehr gestiegen“, sagte Stefanie Lau. Ketija Talberga machte in ihrer kurzen Ansprache deutlich, worum es bei dieser Qualifizierungsmaßnahme im Rahmen frühkindlicher Bildung, die vom Land Niedersachsen finanziert wurde, geht. „Wir müssen aus einer anderen Perspektive auf die Kinder schauen, sensibler werden für deren Verhalten, es deuten lernen.“ Die berufsbegleitende Schulung unter Leitung des Dozententeams Nicholas und Johanna Marx soll in die Lage versetzen, anders umzugehen mit Situationen, die im Kita-Alltag häufig schwierig erscheinen, manchmal auch zu Überforderungen führen. Der Schlüssel ist das gewachsene Verständnis für die Schutzbefohlenen, warum provozieren sie gerade? Warum stellen sie sich jetzt auf den Tisch, wo sie sich doch hinsetzen sollen?

Die 13 Frauen und ein Mann haben nach eigenen Angaben die Weiterbildung regelrecht genossen. In ihren DRK-Einrichtungen dienen die frisch gebackenen Integrationsfachkräfte nun als Multiplikatoren des erworbenen Wissens. Seit April dieses Jahres läuft ein zweiter Kurs, hier ist der DRK-Kreisverband Celle mit zwei Teilnehmerinnen vertreten, die übrigen rekrutieren sich aus Einrichtungen anderer Träger.

Ketija Talberga ist voll des Lobes für alle Absolventen, zumal es anfangs nicht leicht war, Teilnehmende zu finden. Umso mehr freut sich Talberga am Ende der Maßnahme: „Ich bin unheimlich stolz, dass Sie sich darauf eingelassen und durchgehalten haben“, sagt sie und fügt vor dem Hintergrund, dass der Kurs sich ausschließlich aus DRK-Mitarbeitenden zusammensetzte, hinzu: „Es war ein exklusives Projekt.“