· Pressemitteilung

DRK-Ortsverein Winsen/A. spendet Defibrillator für Meißendorf

Foto: DRK KV Celle e.V.

Defi am Eingang des Dorfgemeinschaftshauses

Es sind Situationen, die nie ganz abzuwenden sein werden, aber durchaus entschärft werden können, und zwar durch moderne medizinische Geräte. „Stellen Sie sich vor, es fällt jemand um, wird bewusstlos“, schildert der langjährige DRK-Notfallsanitäter Jörg Brandes beispielhaft eine solche Notlage. „Zuerst muss immer der Notruf abgesetzt werden“, betont der zweite Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Winsen/Aller. Wenn einer oder eine der Anwesenden Erste Hilfe beherrscht, ist dieses ein Glücksfall, ist ein krankes Herz ursächlich für die Bewusstlosigkeit, kann ein Defibrillator Leben retten. „Es müssen nur die Elektroden im Brustbereich angebracht werden, dann analysiert das Gerät, ob das Herz aus dem Takt geraten ist, unkoordiniert schlägt“, erläutert Brandes. 

Bei 85 Prozent aller plötzlichen Herztode liegt anfangs ein sogenanntes Kammerflimmern vor. Ein Defibrillator regt die natürliche Stimulation des Herzens an. Entscheidend bei der Anwendung ist der frühestmögliche Einsatz. Aus diesem Grund werden auch im öffentlichen Raum stetig mehr automatisierte externe Defibrillatoren (AED) platziert. Seit einigen Wochen ist das Dorfgemeinschaftshaus Meißendorf einer solcher Orte. Bürgermeister Holger Beckmann, Vertreterinnen der Sponsoren sowie des DRK-Ortsvereins sind zusammengekommen, um das lebensrettende Gerät einzuweihen. Die Initiative zur Anschaffung kam aus den Reihen des Roten Kreuzes: „Wir wissen ja, was in den umliegenden Orten gebraucht wird“, sagt Brandes, der sich nach seiner Ansprache gleich mit der Frage konfrontiert sieht: „Aber wie gehe ich denn mit dem Gerät um?“ „Das ist gar kein Problem. Jeder kann es ganz einfach benutzen, denn es macht bis auf das Anlegen der Elektroden alles allein, es spricht sogar“, beruhigt der erfahrene Notfallsanitäter. 

Angebracht ist der Defi, wie er umgangssprachlich genannt wird, am Eingang des Dorfgemeinschaftshauses, für jeden zugänglich, grün leuchtend und mit eingebauter Heizung, einmal im Monat unterzieht er sich einem Selbstcheck. „Hier findet ja jeden Tag etwas statt, hier kommen Leute zusammen, um Sport zu machen, Feste zu feiern und vieles mehr“, begründet der Bürgermeister den gewählten Standort. Er freut sich sehr über den Defi und dankt im Namen der Meißendorfer Einwohner herzlich dem DRK-Ortsverein und den Sponsoren, die die Bereitstellung erst ermöglicht haben. Die Gesamtkosten betrugen 2.200 Euro, an denen sich neben dem DRK die Volksbank eG Südheide Isenhagener Land – Altmark sowie der Friseursalon Ulla Beckmann beteiligten.

Auch Jörg Brandes dankt den Sponsoren, ihm und dem Vereinsvorsitzenden Burkhard Rüpke war das „Projekt Defi“ sehr wichtig: „Wir hoffen ja, dass er nicht zum Einsatz kommt, aber den Defi vor Ort zu haben, gibt Sicherheit, denn im Fall der Fälle kann er Leben retten“, sagt Brandes abschließend.