· Pressemitteilung

Rotkreuz-Wissen mit Pflasterabzeichen belohnt

Foto: A. Schlicht, DRK KV Celle
Foto: A. Schlicht, DRK KV Celle

Erste Hilfe spielerisch erlernen

Bär Willy hat sich am Kopf verletzt, was nun? Die Jungen und Mädchen im JRK-Pfingstlager Walle wären keine Jugendrotkreuzler, wenn sie keinen Rat wüssten. „Wir müssen die Notrufnummer wählen“, sagt Matida (9). Bis der Rettungswagen eintrifft, muss sich gekümmert werden, also erstmal einen Verband anlegen, damit die Blutung gestoppt wird. 

Bär Willy in verschiedenen Notlagen ist eine von insgesamt fünf Stationen, die das Celler Jugendrotkreuz (JRK) unter Leitung von Sam Fischer und Leon Maahs auf dem Platz des Sportheims Walle bei Bergen aufgebaut haben. Sie veranstalten ein Pfingstlager, und die Nachfrage war groß: 20 Kinder, die sich in den JRK-Gruppen der einzelnen DRK-Ortsvereine engagieren, meldeten sich an und genossen bei sonnigem Wetter einige Tage unter dem Motto „Adventure & Fun“. Aber auf dem Programm stand auch spielerisches Lernen und Kreativität, so wurde beispielsweise ein eigenes Theaterstück zum Thema Natur und Umweltschutz entwickelt und unter der Überschrift „Wahrnehmen mit allen Sinnen“ ein Ausflug in den Barfußpark Egestorf unternommen.

In dieses Veranstaltungsprogramm reihte sich am Pfingstmontag etwas ein, das noch relativ neu ist. „Wir gehören zu den ersten, die das ausprobieren“, berichtet Kreisleiter Leon Maahs über eine altersgerechte Leistungsprüfung, das sogenannte Pflasterabzeichen. Die Kinder und Jugendlichen erhalten, nachdem sie die fünf Stationen durchlaufen haben, eines der nach Altersklassen gestaffelten Abzeichen in Form eines kleinen Buttons, den sie sich anheften können. „Dieser stärkt die Identifikation mit dem Verband, fördert den Zusammenhalt“, heißt es von Seiten des JRK-Landesverbandes, der die Idee zu dem freiwilligen und niederschwelligen Angebot für Kinder ab sechs Jahren im Frühjahr 2025 entwickelte. 

Anni ist eine von insgesamt zehn anwesenden Gruppenleitungen, sie hat sich für die „Erste-Hilfe-Station“ zur Verfügung gestellt. Sie liegt verletzt auf der Erde, Amira (10) muss helfen, sie weiß genau, was zu tun ist: Erst einmal die verletzte Person ansprechen, leicht schütteln, den Kopf nach hinten legen und dann in die stabile Seitenlage bringen. Diese muss an einer weiteren Station auch pantomimisch dargestellt werden ebenso wie ein Rotes Kreuz. Es ist also auch Kreativität und Faktenwissen gefragt, wenn z.B. die Grundsätze genannt werden müssen. 

Die Jugendrotkreuzler meistern alles mit Bravour. „Ihr konntet beweisen, was Ihr alles in Euren Gruppenstunden schon gelernt habt“, lobt Kreisleiter Sam Fischer und Leon Maahs ergänzt: „Mit den Pflasterabzeichen werden Eure Fähigkeiten und Euer Wissen über das Rote Kreuz belohnt.“ An den Gesichtern der Kinder ist abzulesen, dass ihnen das neue Pflasterabzeichen gefällt, es könnte zu einer Erfolgsgeschichte werden.