Es war sicher der außergewöhnlichste Verein mit Sitz in Eschede, der seinen Wirkungskreis jedoch weit darüber hinaus entfaltete. Im Jahr 1985 hatte sich der „Erste Norddeutsche Verein für Homöopathie und Lebenspflege e.V.“ gegründet, Mitinitiator und prägend war der homöopathische Arzt Dr. Gerhard Repschläger, der viele Jahre in Marwede praktizierte. „Wir hatten hochkarätige Referenten“, berichtet die Frau der ersten Stunde und frühere Vorsitzende Gudrun Stockert. Die Mitgliederzahl lag zwischen 80 und 120 Personen, die Vorträge stießen auf großes Interesse.
Doch die Hoch-Zeit der Vereinigung, die sich unter anderem für eine gesundheitsbewusste Lebensweise einsetzte sowie über die Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte aufklärte, ist lange vorbei. Zum Ende des Jahres 2025 wurde sie aufgelöst. „Wir hatten in der Satzung verankert, dass übrige Gelder dem Roten Kreuz in Eschede zugutekommen sollen“, erläutert Frau Stockert. Wichtig war den damaligen Initiatoren, eine Einrichtung des Gesundheitswesens als begünstigt zu verankern. „Das Onkologische Forum und auch das Hospiz gab es ja noch nicht“, blickt Gudrun Stockert zurück. Und zum DRK-Ortsverein Eschede hatte die heute 81-Jährige einen Bezug: „Ich war 13 Jahre lang Kassenwartin“, erzählt sie. Somit befindet sie sich für die Scheckübergabe an alter Wirkungsstätte, den Räumlichkeiten an der Uelzener Straße. Rund 6.500 Euro wies das Sparbuch des „Vereins für Homöopathie“ bei Auflösung auf, und dieser Betrag kommt nun dem lokalen DRK-Ortsverein zugute.
Die Freude bei allen Mitgliedern ist groß, der Erste Vorsitzende, Peter Goerke, nimmt den Scheck entgegen, spricht seinen Dank aus und kommentiert: „So eine Spende ist für uns Gold wert“. Dennoch hat sich der Vorstand entschieden, 2.000 Euro der Gesamtsumme an das Onkologische Forum weiterzugeben. „Das übrige Geld wird zurückgelegt für Anschaffungen, die wir in Zukunft benötigen“, berichtet Peter Goerke und dankt nochmals herzlich.
Text und Foto: Anke Schlicht
